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Manini e.V.

Interview mit Manini Gartia

 

Ein etwa 3-minütiges Interview mit Manini aus dem Jahr 2010. Damals lebte sie noch mit ihrer Familie in einem einzigen Zimmer.

Manini e.V. und die "Orissa soll Leben" - Initiative

MANINI e.V. unterstützt den Aufbau und Unterhalt von Schulen und fördert Bildungsprojekte in Deutschland und weltweit. Insbesondere gefördert werden soll die Schulausbildung von Mädchen. Wir möchten einen Beitrag zur Durchsetzung des im Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgelegten „Recht auf Bildung“ für alle Menschen leisten.

Auszug aus Art. 26.: „Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen ..."

Elefanten - ein sinnvolles Geschenk

 

Unsere kleinen bunten Elefanten, die von Hand in Indien angefertigt werden, möchten wir Unternehmen als Geschenk für Kunden und/oder Mitarbeiter zur Verfügung stellen.

"Orissa Soll Leben" - das Schulprojekt

Die Initiative „Orissa soll Leben“ besteht seit 2006. 2011 wurde der Verein „MANINI e.V. gegründet, um das Projekt in noch stärkerem Masse als bisher unterstützen zu können.

 

Im Jahr 2002 wurde von dem Lehrer Bhagaban Dev eine Schule für Jungen gegründet. Diese bietet zurzeit über 70 Schülern kostenlose Unterkunft, Ernährung und Bildung.

 

Im Oktober 2011 konnte die Mädchenschule offiziell eingeweiht werden und im Sommer 2017 begann der Unterricht für die bereits sechste Klasse. Unter den ersten Schülerinnen war auch Manini Gartia, die Namensgeberin unseres Vereins. Sie ist mittlerweile an einer weiterführenden Schule, die sie auf ein Medizinstudium vorbereitet.

 

Das Schulprojekt liegt im Landesinneren des Indischen Bundesstaates Odisha (früher Orissa), das von starker Armut geprägt ist: 80 % der Menschen leben von der Landwirtschaft. Viele Familie können ihre Kinder aus finanziellen Gründen nicht zur Schule schicken, worunter besonders die Mädchen leiden.

Das neue Grundstück

Anfang 2018 konnte endlich der Kauf des neuen Grundstücks abgeschlossen werden. Das war nötig, da das alte Grundstück nicht genug Platz bietet für beide Schulen. Hier entsteht nun zunächst das erste Wohngebäude für die Mädchen und ein großes Schulgebäude.

 

Auf den Bildern rechts sieht man die Bohrarbeiten für den ersten Brunnen. Wasser ist eine sehr knappe Ressource. Ein Dorfbewohner fand auf eine traditionelle Weise eine Wasserquelle.

 

Bald beginnen die weitere Bauarbeiten.

Manini wird Ärztin

Mittlerweile hat Manini unsere Schule verlassen und bereitet sich an einer weiterführenden Schule auf ein Medizinstudium vor. Das war bereits ihr Traum als sie 10 Jahre alt war: siehe Interview

 

Bild rechts: Manini 2017 mit ihrem Neffen

Fahrräder sind ein sehr beliebtes

Fortbewegungsmittel.

Gruppenfoto

Bhagaban Dev, der Schulgründer und -leiter, unterrichtet die Schülerinnen der Mädchenschule (2014).

 

Laut ihm sind die Mädchen noch weit disziplinierter und begeisterter als die Jungen.

 

 

Eine der Schülerinnen bei sich zuhause. Im Hintergrund zu sehen ist ihre Mutter.

 

Die Eltern verfügen oft über keinerlei Vermögen oder Land und arbeiten auf den Feldern anderer Leute. Ihr Lohn dafür beträgt meist weniger als 1,50 € pro Tag.

 

Ein Betrag der kaum zum Überleben reicht. Das erklärt, warum viele Mädchen schon nach wenigen Jahren die Schule verlassen müssen um zu arbeiten.

 

Jedes Jahr würden gerne Hunderte von Kindern in der Schule aufgenommen werden. Leider verfügen sie nicht über die nötigen Kapazitäten.

 

 

Eine der Schülerinnen bei sich zuhause.

Erfahrungsbericht zweier Studentinnen aus Hamburg, 2017

Nun sind wir schon einen Monat hier und haben bereits viele Eindrücke gesammelt.

Der Ashram ist wie eine große Familie, eine wunderbare Gemeinschaft. Die Menschen helfen sich gegenseitig, unterstützen sich, sind immer füreinander da und lernen voreinander.

Es ist ein traditionelles Schulsystem mit sehr strengen Regeln. Jeder wird gleich behandelt, aber ist trotzdem auf seine Weise einzigartig.

Die Jungen haben einen sehr strikten Tagesablauf. Sie lernen und arbeiten fast den ganzen Tag, aber wirken trotzdem sehr zufrieden und sind dankbar hier zu leben. Der Ashram ist ihr Zuhause und gibt ihnen Möglichkeiten für die Zukunft. Sie lernen dort alles was sie für ihr weiteres Leben brauchen.

Auch die Mädchen sind sehr dankbar dafür, dass sie hier zur Schule gehen können und lieben den Ashram. Sie sind neugierig, ehrgeizig und wissbegierig. Sie nennen uns Nani, was große Schwester bedeutet und zeigen uns sehr großen Respekt, mit dem wir manchmal nicht so recht umgehen können. Sie wollen sehr viel wissen über unser Land, unsere Familie und unseren Alltag, aber erzählen auch gerne über ihre Sitten und Gebräuche.

 

Die ältesten Mädchen lernen nur schon jeden Tag sehr hart für ihre Prüfung im Februar, um danach die Universität zu besuchen. Sie sind ehrgeizig und wollen, dass ihrer Familien Stolz auf sie sein können. Ihre Eltern haben keine richtige Ausbildung bekommen und die meisten sind Bauern, weswegen sie es sehr schätzen zu dieser Schule gehen zu dürfen. Bei den letzten Prüfungen haben sie alle sehr gut abgeschnitten.

Wir haben schon einige Familien der Mädchen besucht. Sie besitzen alle nicht viel, aber haben uns wie Königinnen mit selbstgemachten Blumenketten empfangen. Wir bekamen überall Tee und etwas zu Essen. Alle Familien waren sehr herzlich und freuten sich über unseren Besuch. Sie baten uns darum, sie bald wieder zu besuchen. Die Gutmütigkeit der Menschen stellte all die äußeren Gegebenheiten in den Schatten und wir fühlten uns pudelwohl.

Wir haben auch Manini kennengelernt, die nun an einer anderen Schule ist, um ihren Traum, eine Ärztin zu werden, erfüllen zu können. Weil sie deswegen rund um die Uhr lernen muss und die Schule in einer etwas entfernteren Stadt ist, in der sie nun auch lebt, besucht sie nur noch selten den Ashram. Trotzdem fühlt sie sich immer noch sehr verbunden mit ihm und bezeichnet Bhagaban Dev als ihren Gott, den sie über alles liebt. Wir nahmen Manini als ein sehr lebendigen und ausgeglichenen Menschen wahr und waren fasziniert von ihrem Ehrgeiz und ihrer Lebensfreude.

Wir besuchten gemeinsam mit Bhagaben Dev ihrer Familie, die „Königin des Projektes“ war allerdings nicht Zuhause. Obwohl wir kaum etwas verstanden, konnten wir den Stolz gegenüber Manini in den Augen ihrer Familienmitglieder lesen. Bhagaban Dev übersetzte uns ein paar Wörter der Großmutter, die sehr dankbar ist für die Möglichkeit die Manini und den anderen Mädchen gegeben wird.

Der Ashram erscheint uns wie ein Palast mitten im Dschungel. Hier gibt es alles was man zum Leben braucht: Gutes Essen, welches fast alles aus eigenem, angebauten Gemüse und Kräutern hergestellt wird. Sehr herzliche und sozial Menschen, sowohl Schüler und Lehrer als auch alle anderen Mitglieder des Ashrams. Besonders die Lehrer haben in unserer Wahrnehmung eine sehr reine und warmherzige Ausstrahlung. Sie scheinen geradezu von Innen heraus zu strahlen.

Insgesamt sehen wir hier einen großen Bezug zwischen den Menschen und der Natur. Die Natur versorgt die Menschen mit all den Dingen, die sie zum leben brauchen und im Gegenzug kümmern sich die Menschen liebevoll um ihre Umwelt. Die Schüler lernen sehr schnell, was sie tun müssen um das Leben rund um den Ashram aufrechtzuerhalten.

Manini e.V. www.manini.org

Wir fühlen uns hier unglaublich wohl. Wenn wir Sorgen, Heimweh oder andere Probleme haben ist sofort jemand für uns da und versucht uns mit all seinen Mitteln zu helfen. Wenn wir etwas brauchen, wird es für uns besorgt. Wenn wir spazieren gehen wollen, nimmt sich jemand für uns Zeit, um uns zu begleiten, da wir den Ashram nicht alleine verlassen sollen. Wir bekommen reichlich an Essen und werden auch immer wieder mit Keksen und Süßgebäck versorgt. Dem heißen, süßen Tee können wir trotz der Hitze nicht widerstehen.

Manchmal fühlen wir uns fast etwas schlecht, weil uns so viel gegeben wird. Aber wir sind auch sehr dankbar für alles. Dafür das wir hier sein können, uns alle so liebevoll behandeln und uns voller Stolz ihrer Kultur, Sitten und Gebräuche zeigen!

© 2018 copyright MANINI e.V.